Was ist eine Heckenwirtschaft

Was ist eine Heckenwirtschaft ?

 

Bei uns in Franken werden derartige Gaststätten als Häckerwirtschaft (von Häcker = fränkisch für Winzer) oder Heckenwirtschaft (bzw. kurz Häcke/Hecke) bezeichnet.

Fast überall gelten Heckenwirtschaften nicht als erlaubnispflichtige Gaststättenbetriebe, d.h. sie bedürfen keiner Konzession. Allerdings muss der Zeitraum des Ausschankes vom Betreiber im Voraus dem Gewerbeamt angezeigt werden. Die Heckenwirtschaft darf u.a. nicht mit einem Beherbergungsbetrieb oder einem Handelsgewerbe verbunden sein. Der Ausschank muss am Ort der Erzeugung erfolgen. Ein Anmieten von Räumlichkeiten zum Ausschank ist unzulässig.

 

Es sind unter anderen folgende Regeln zu beachten :

 

• Der Ausschank darf an maximal 4 Monaten im Jahr erfolgen.

 

• Die Ausschankzeit darf in 2 Zeiträume geteilt werden.

 

• Es dürfen max. 40 Sitzplätze zur Verfügung stehen. Wie viele

Leute sich später tatsächlich auf den Bänken drängeln oder ihren Wein im Stehen trinken, ist allerdings nicht geregelt. Ausnahme:

In Rheinland-Pfalz gibt es keine Beschränkung der Sitzplätze.

 

• Es dürfen nur kalte und einfache warme Speisen angeboten werden. Als Beispiel nennt die Verordnung heiße Würstchen und Rippchen mit Sauerkraut. Auch Kuchen und eine Tasse Kaffee dürfen im Angebot sein.

 

• Bier und andere alkoholische Getränke dürfen nicht gereicht werden.

 

• Neben Wein und/oder Apfelwein muss auch mindestens ein alkoholfreies Getränk angeboten werden, dass es sich dabei um reines Leitungswasser handelt, wird ausdrücklich ausgeschlossen.

 

© Florian Austel